„Von der Simultankirche zum ökumenischen Kirchenzentrum“

Zehnter Band der theologischen Publikationsreihe „Kirche in Zeiten der Veränderung“ von Stefan Kopp erschienen

Professor Stefan Kopp (links), Barbara Brunnert (rechts)Chancen und Grenzen gebauter Ökumene stehen im Mittelpunkt des mittlerweile zehnten Bandes der theologischen Buchreihe „Kirche in Zeiten der Veränderung“, herausgegeben von Stefan Kopp, Professor für Liturgiewissenschaft und Rektor der Theologischen Fakultät Paderborn. In der 336 Seiten starken Buchneuerscheinung mit dem Titel „Von der Simultankirche zum ökumenischen Kirchenzentrum“ schreiben neben ihm und dem Mitherausgeber der Publikation, Albert Gerhards, emeritierter Professor für Liturgiewissenschaft an der Universität Bonn und Sprecher des Forschungsprojektes „Sakralraumtransformation. Funktion und Nutzung religiöser Orte in Deutschland“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft, 17 weitere katholische und evangelische Autorinnen und Autoren aus Theologie, Architektur-, Geschichts- und Kunstwissenschaften zum Thema. Dreh- und Angelpunkt der Beiträge ist die Frage, ob es den christlichen Gemeinden vor Ort gelingt, trotz aller Differenzen und Divergenzen das den Konfessionen Gemeinsame nach außen so zu vermitteln, dass Angehörige anderer Religionen oder nicht religiös orientierte Menschen dies als eine Bereicherung für die Gesellschaft insgesamt erfahren. Die Aufsätze widmen sich u. a. der Herausforderung der christlichen Kirchen, ihr Zueinander auch in baulichen Belangen neu zu bedenken.
Prof. Dr. Stefan Kopp zeigt sich „dankbar und erfreut“ darüber, „dass es mit der theologischen Buchreihe unter Einbeziehung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen gelungen ist, kirchliche Reformthemen wissenschaftlich zu vertiefen und damit einen Beitrag zu aktuellen Diskursen einer Kirche in vielfältigen synodalen Erneuerungsprozessen zu leisten“. Die Reihe wurde im Frühjahr 2020 im Verlag Herder mit dem Anliegen gestartet, „die Herausforderungen der gegenwärtigen Transformationen in Kirche und Gesellschaft anzunehmen, neben der wissenschaftlichen Erschließung konkreter Reformthemen Brücken von akademischer Theologie und kirchlicher Praxis zu bauen und damit in einen lebendigen und für beide Seiten fruchtbaren Austausch einzutreten“, so der Herausgeber.
Anstoß zur Buchreihe war das Graduiertenkolleg „Kirche-Sein in Zeiten der Veränderung“ an der Theologischen Fakultät Paderborn, das sich bereits seit dem Sommersemester 2018 demselben Thema widmet und dessen Sprecher Stefan Kopp ist. Barbara Brunnert, die Koordinatorin des Graduiertenkollegs, zeichnet für die redaktionellen Arbeiten mitverantwortlich.

Die bisher erschienenen Bände richteten ihren Fokus auf kirchliches Change Management zwischen Anspruch und Wirklichkeit (Bd. 1), Möglichkeiten für geistliche Autorität ohne Klerikalismus und Machtmissbrauch (Bd. 2), Bedeutung und Funktion von Sakralbauten in der säkularen Gesellschaft (Bd. 3), Aufgabe und Stellung der Kirchenmusik heute (Bd. 4), liturgische Ausdrucksformen und Erfahrungen im Medienzeitalter (Bd. 5), gegenwärtige Ansätze systematischer Theologie (Bd. 6), die Leitkategorien „Identität“ und „Partizipation“ im Zusammenhang aktueller Diskurse zum (Erneuerungs‑)Potenzial der Liturgie (Bd. 7), Ansprüche an eine christliche Unternehmenskultur (Bd. 8) sowie Wege der Kirche in die Zukunft der Menschen (Bd. 9).

Foto: ThF Paderborn