Internationale salesianische Geschichtstagung in Benediktbeuern
Rund 50 Teilnehmer aus 15 Ländern erwartet

Den Salesianern Don Boscos und den Don-Bosco-Schwestern steht ein wichtiges Jubiläum bevor. Am 16. August 2015 jährt sich der Geburtstag des Turiner Jugendapostels und Ordensgründers Don Giovanni Bosco (1815–1888) zum 200. Mal. Für den salesianischen Geschichtsverein »Associazione Cultori di Storia Salesiana« (ACSSA) ist dies ein Anlass, nicht nur im Jubiläumsjahr einen weltweiten Kongress zu veranstalten, sondern auch schon im Vorfeld Tagungen für die salesianischen Historiker der einzelnen Kontinente abzuhalten. Dabei soll es um den aktuellen Stand der Don-Bosco-Forschung wie um die Bewahrung des Archivguts und um Perspektiven für das Jubiläum gehen.
Als europäischen Tagungsort hat der ACSSA-Vorstand das oberbayerische Kloster Benediktbeuern auserwählt. Vom 31. Oktober bis zum 4. November 2012 werden hier rund 50 Salesianer Don Boscos und Don-Bosco-Schwestern aus 15 Ländern erwartet. Die Tagungssprache ist Italienisch. Die Sitzungen finden im Hörsaal 1 der Philosophisch-Theologischen Hochschule statt. Die Unterbringung der Ordensleute erfolgt in der Jugendbildungsstätte Aktionszentrum (AZ) und im Gästehaus des Klosters. Um die Vorbereitung kümmern sich die beiden deutschsprachigen ACSSA-Vorstandsmitglieder Professor Pater Dr. Norbert Wolff SDB (Kirchenhistoriker in Benediktbeuern) und Schwester Dr. Maria Maul FMA (Schulleiterin in Vöcklabruck/Oberösterreich).
»Als die Anfrage aus Rom kam, war unser Direktor Pater Claudius Amann hellauf begeistert. Wir alle freuen uns, dass wir hier für ein paar Tage gewissermaßen Weltkirche erleben dürfen. Das Kloster Benediktbeuern mit seinen Jugend- und Bildungseinrichtungen verfügt über zahlreiche Ressourcen, die zum guten Gelingen beitragen können. Außer der PTH, dem AZ und dem Gästehaus hat auch das Institut für Salesianische Spiritualität seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit bekräftigt«, so Pater Norbert Wolff.
Bei der salesianischen Geschichtstagung sollen die Geschichte und die Kultur des Gastlandes nicht zu kurz kommen. Es ist eine Exkursion nach München mit Besuchen im Bistumsarchiv, in verschiedenen Kirchen und im Jugendwohnheim Salesianum geplant. Eine Führung durch das Kloster Benediktbeuern darf natürlich ebenso wenig fehlen wie die Verkostung landesüblicher Getränke. Und am 4. November, dem letzten Veranstaltungstag, ist Benediktbeuern Schauplatz der großen Leonhardiwallfahrt mit rund 50 Pferdegespannen. Manch auswärtiger Gast wird die Tagungsteilnehmer um ihren »Logenplatz« im 2. Stock des Konventbaus beneiden.