Liturgie und Migration
Die Bedeutung von Liturgie und Frömmigkeit bei der Integration von Migranten im deutschsprachigen Raum des 19. und 20. Jahrhunderts
Tagung am 12./13. November 2010, veranstaltet vom Theologischen Forschungskollegs der Universität Erfurt
Der Umgang mit Migranten wird seit vielen Jahren sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der Wissenschaft diskutiert. Politische und soziale Strategien werden neben humanitären Fragen erörtert. Weitgehend unberücksichtigt blieb bisher ein Faktor, der für das Selbstverständnis und die Integration von Migranten von größter Bedeutung ist: Liturgie und Frömmigkeitsformen, in denen die Migranten leben, die sie in ihre neue Heimat mitbringen und dort entweder inkulturieren oder als eigene Welt aufrechterhalten. Diese kaum untersuchten Zusammenhänge lassen sich am Kirchenlied, an Wallfahrtsorten, an der Kirchraumgestaltung und der Verwendung bestimmter liturgischer Bücher beobachten.
Diese Zusammenhänge, die die Tagung des Theologischen Forschungskollegs an der Universität Erfurt thematisiert, sind in der Theologie und auch der Liturgiewissenschaft bislang kaum untersucht worden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Kulturwissenschaften und der Theologie gehen gemeinsam der Frage nach, welche Rolle Liturgie und Frömmigkeitsformen bei der Integration und Beheimatung von Migrantengruppen im 19. und 20. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum gespielt haben und in der Gegenwart spielen.
Die Veranstaltung findet im Coelicum, Domstr. 10, Erfurt statt.
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