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Aus der Tiefe des Seins: Logos und Pneuma als Grundoffenbarungen des göttlichen Seins – auf den Spuren Ferdinand Ebners und darüber hinaus
Fach:
Fundamentaltheologie

Autor:
Michael Daishiro Nakajima

Anschrift:
Pallottistr. 3
56179 Vallendar
Kurzdarstellung:

Ausgehend vom Dialog-Personalismus Ferdinand Ebners, in dem Wort und Liebe als die Hauptvehikel zwischen Ich und Du gesehen werden, sollten diese als Grundstrukturen nicht nur der menschlichen Beziehung sondern auch des Seins überhaupt dargestellt werden - sowohl in Ebners Gedanken selbst, in denen latent diese Interpretationsmöglichkeit vorhanden ist, als auch darüber hinaus in der Auseinandersetzung mit den Naturwissenschaften sowie mit fernöstlichen Philosophie und dem japanischen Shintoismus. Auf dieser Basis soll der Sinn der „Fleischwerdung des Wortes“ im Johannesevangelium philosophisch erläutert und der trinitarische Charakter des geschöpflichen Seins als Grundoffenbarung des dreieinigen Gottes dargestellt werden.

Typ der Arbeit:
Dissertation

Institution:
Philosophisch-Theologische Hochschule
Theologische Fakultät


Beten und Leben – Ansätze zum Verhältnis von Gebet und Leben
Fach:
Fundamentaltheologie

Autor:
Bohn, Jessica

Anschrift:
Kurzdarstellung:

Zunächst soll in dieser Arbeit durch eine Darstellung der Verwobenheit von Beten und Leben in den Bereichen Schrift, Tradition und Lehramt die Verbindung von Beten und Leben als Anspruch der christlichen Gebetslehre herausgestellt werden. In Konfrontation mit der problematischen Realität des Betens in der heutigen Zeit soll anschließend das Ineinander von Beten und Leben aufgezeigt werden. Dazu werden Gebetstheologien verschiedener Theologen, Theologinnen und MystikerInnen untersucht. Leitend bei der Analyse dieser Gebetstheologien ist die Frage nach der Verbindung von Beten und Leben sowie danach, ob diese Gebetswege auch heute den Weg in eine lebensgestaltende Gebetspraxis und eine betende Lebenspraxis weisen können.

Typ der Arbeit:
Dissertation

Institution:
Theologische Fakultät Paderborn
Kamp 6
33098 Paderborn


Christologie und Messianismus
Fach:
Fundamentaltheologie

Autor:
Dr. René Dausner

Anschrift:
P.-Philipp-Jeningen-Pl.6
85072 Eichstätt
Kurzdarstellung:

Ein wichtiger Ausgangspunkt der christologischen Studie bildet die provokante These Giorgio Agambens (* 1942), dass der Transformationsprozess des Glaubens Jesu in den Glauben an Jesus zu einem Verlust des Messianischen geführt habe. Daraus ergibt sich die fundamentaltheologisch relevante Frage, ob die von G. Agamben intendierte Wiederherstellung (Rekapitulation) der messianischen Texte und damit die Verstehbarkeit des messianischen Lebens sowie der messianischen Struktur der Zeit sich tatsächlich nicht mit der Tradition der Christologie vereinbaren lasse.

Der Messianismus ist nicht nur eine „Katastrophentheorie“ (G. Scholem), sondern nach jüdisch-christlicher Überzeugung auch Korrelat der Schöpfungslehre. Daher genügt es nicht, allein die synthetische Struktur der Zeit zu diskutieren. Auch die „diachrone“ Dimension der Zeit, die der französische Phänomenologe Emmanuel Levinas (1906-1995) reflektiert hat, wird daher für die der Christologie zu bedenken sein. Darum soll die Christologie – mit den beiden zentralen Aspekten der Selbsterniedrigung Gottes (kenosis) und der Stellvertretung (substitution) – zeittheoretisch durchdacht werden.

Aus den genannten Überlegungen ergeben sich Rückfragen, die für das Gesamtverständnis von Christologie im Besonderen und Theologie überhaupt relevant sind: Welchen zeittheoretischen Stellenwert hat das christliche Bekenntnis zu der bereits erfolgten Erlösung im und durch den Tod Jesu? Was trägt die Erwartung der Wiederkunft (Parusie) Jesu aus für das Leben hier und heute?

Angesichts dieser Problemstellung bestehen das Ziel und die vornehmliche Aufgabe der Habilitationsschrift darin, die zeittheoretischen Implikationen der Christologie theologiegeschichtlich zu erheben, dogmenhermeneutisch zu reflektieren und systematisch-theologisch  zu diskutieren.

Typ der Arbeit:
Habilitation

Institution:
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Theologische Fakultät
Lehrstuhl für Fundamentaltheologie


Das Absurde in der Welt. Zum Konzept einer Soteriologie im christlich-muslimischen Gespräch
Fach:
Fundamentaltheologie

Autor:
Aaron Langenfeld

Anschrift:
Warburger Straße 100
33098 Paderborn
Tel.: 05251/60 5530
Kurzdarstellung:

Das von der Friedrich-Ebert-Stiftung geförderte Projekt befasst sich mit der Frage nach einer konsistenten Theorie der Erlösung als Problemfeld des christlich-muslimischen Gesprächs. Bei in weiten Teilen sehr ähnlicher Anthropologie scheint doch das Verständnis dessen, was Erlösung bedeutet, in beiden Religionen aufs unterschiedlichste akzentuiert zu sein, sofern der Begriff ‚Erlösung‘ überhaupt in beiden Traditionen berechtigte Anwendung findet. Auf Basis existenzphilosophisch-anthropologischer Vorbestimmungen soll eine gemeinsame Diskursplattform etabliert werden, auf der christliche und muslimische Ansätze konfrontiert und auf ihre Vermittelbarkeit geprüft werden sollen, ohne dass eine solche a priori behauptet werden könnte. Religionstheologisch wird die Arbeit im Ansatz einer Komparativen Theologie verortet, deren Methodik gleichsam den Rahmen der Arbeit vorgibt.

Typ der Arbeit:
Dissertation

Institution:
Institut für Katholische Theologie
Fakultät für Kulturwissenschaften
Universität Paderborn


Dimensionen von Erfahrung in der Theologie von Edward Schillebeeckx
Fach:
Fundamentaltheologie

Autor:
Jean-Marc Chanton

Anschrift:
Gibraltarstrasse 3
CH-6003 Luzern
Kurzdarstellung:

Das Miteinander von neuen Erfahrungen und früheren Erfahrungen (Tradition) ist nur eine Konstellation unter vielen. Dem Heute der einen steht auch das Heute der anderen gegenüber. Wie verhalten sie sich zueinander? Die Richtigkeit von Verkündigung und die Wirklichkeit menschlichen Alltags beispielsweise scheinen gelegentlich ausschliesslich in Konkurrenz zueinander zu stehen. Der Theologe Edward Schillebeeckx (geb. 1914) thematisiert die Bedeutung heutiger Erfahrung als ein Thema des Glaubens eingehend. Sein Werk zeichnet sich durch Sensibilität für die Zeichen der Zeit aus und qualifiziert ihn als zuverlässigen theologischen Weggefährten. Wo und wie kann in der Kirche  sein Anliegen einer wesentlich auch an neuer Erfahrung ausgerichteten Rede von Gott aufgenommen, weiterentwickelt  und dahingehend konkretisiert werden, dass es sich am Ende nicht in erbauender Poesie oder einer wirklichkeitsfremden Vorstellung von Aufmerksamkeit erschöpft, sondern in der Lebenswelt geerdet ist und auf die Lebenswelt hin greift?

Typ der Arbeit:
Dissertation

Institution:
Theologische Fakultät der Universität Luzern