Hier finden Sie eine Datenbank aktueller Forschungsvorhaben (Dissertationen, Habilitationen und Projekte) im Bereich der Katholischen Theologie. Sie wird auf direktem Weg durch die am Portal beteiligten Institutionen ständig erweitert und ergänzt. 

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Ekklesiologie am Vorabend des Zweiten Vatikanischen Konzils im Kontext des Ökumenismus
Fach:
Dogmatik

Autor:
Thomas Pogoda

Anschrift:
Nordhäuser Str. 63
99089 Erfurt
Kurzdarstellung:

Ziel des Promotionsprojektes ist eine Erhebung der ekklesiologischen Arbeit innerhalb des Sekretariates zur Förderung der Einheit der Christen in der Vorbereitung des Konzils. Dabei nehmen die Arbeitsergebnisse der Gruppe um Lorenz Jaeger eine zentrale Stellung ein, die vor allem im Entwurf De structura hierarchica Ecclesiae dokumentiert sind.
Grundlage der Arbeit sind der Nachlass von Eduard Stakemeier und die Konzilsakten von Lorenz Jaeger, die im Archiv des Johann-Adam-Möhler-Institutes für Ökumenik, Paderborn, aufbewahrt werden. Sie enthalten Unterlagen aus der internen Arbeit des Sekretariates im Vorfeld und während des Konzils sowie ein Diarium Stakemeiers zu den ersten beiden Konzilsperioden.
Eine erste Etappe des Projektes sichtete und verzeichnete diese Akten. Im nächsten Schritt werden Herkunft und Hintergründe der genannten Arbeitsergebnisse erfragt, um schließlich ihre Auswirkung auf die Konzilsarbeit zu untersuchen. Welche methodischen Entscheidungen prägten die Arbeit? Wie prägte die Auseinandersetzung mit den getrennten Christen die Neuartikulation der eigenen Theologie?

Typ der Arbeit:
Dissertation

Institution:
Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt



Georg Höltker, Ethnologie und Missionstheologe (1895 – 1976).
Fach:
Dogmatik

Autor:
Harald Grauer

Anschrift:
Kurzdarstellung: Typ der Arbeit:
Dissertation

Institution:
Philosophisch-Theologische Hochschule SVD St. Augustin
Arnold Janssen Str. 30
53757 Sankt Augustin


Raymund Schwager: Dramatische Theologie
Fach:
Dogmatik

Autor:
Prof. Dr. Jozef Niewiadomski

Anschrift:
Karl-Rahner-Platz 1
A-6020 Innsbruck
Kurzdarstellung:

Es handelt sich um ein vom FWF gefördertes Projekt.

Der 2004 verstorbene Innsbrucker Dogmatiker Raymund Schwager hat einen innovativen theologischen Ansatz vertreten, der die Theologie in den Kontext der Gewalt- und Friedens-problematik stellt. Zentraler Gedanke seines Ansatzes ist, dass Offenbarung Gottes als inter-dependentes geschichtliches Handeln von Gott und Menschen zu verstehen ist und daher die das Offenbarungsgeschehen bezeugenden biblischen Schriften nach dem Modell eines Dramas zu deuten sind. Drama ist hierbei zunächst verstanden als die literarische Form, die interaktive Handlungsgeflechte verschiedener Akteure mit ihren Interdependenzen und - oft überraschenden - Wendungen am deutlichsten abbildet.
Schwager entwickelte diesen Ansatz in regem Austausch mit dem Kulturwissenschaftler René Girard und der von diesem formulierten mimetischen Theorie. Dabei ist davon auszugehen, dass sich der dramatische Ansatz Schwagers und die mimetische Theorie Girards gegenseitig beeinflussten. Beide kommen darin überein, dass die Religionen Mechanismen zur Bewältigung von ansonsten unkontrolliert grassierender und die menschliche Kultur gefährdender Gewalt seien - allerdings auf sehr verschiedene Weise. Der jüdisch-christlichen Tradition kommt dabei eine spezielle Bedeutung zu. Nach diesen Hypothesen gewinnt Religion eine unmittelbare Bedeutung für das Zusammenleben der Menschen.
Schwager kann als einer der ersten Theologen gelten, der die Gewaltfrage als hermeneutisch zentral betrachtet. Er tat dies im Dialog mit Sozial- und Politikwissenschaften. Als Beginn einer kommentierten Gesamtausgabe des Nachlasses von Raymund Schwager sollen zwei Bände herausgegeben und unter werkgenetischen, systematisch-theologischen, methodologischen und politisch-gesellschaftlichen Aspekten kommentiert werden.

Typ der Arbeit:
Projekt

Institution:
Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Innsbruck
Angestrebter Abschlusstermin:
05.01.2013
Skizzen zu einer Theologie der Gabe
Fach:
Dogmatik

Autor:
Dr. Veronika Hoffmann

Anschrift:
Nordhäuser Str. 63
99089 Erfurt
Kurzdarstellung:

Thematik und Begrifflichkeit der Gabe gehören einerseits ganz selbstverständlich in das religiöse und theologische Vokabular. Andererseits ist man anscheinend bis in die jüngste Zeit in der Theologie häufig davon ausgegangen, dass der Begriff und seine Implikationen evident seien und deshalb keiner weiteren denkerischen Entfaltung bedürften – so beispielsweise in der gängigen Formel von »Gabe und Aufgabe«. Dass die Dinge mitnichten so einfach liegen, zeigt die Diskussion der letzten zwei Jahrzehnte in den Sozialwissenschaften und der Philosophie um das Verständnis von Geben, Empfangen und Zurückgeben. Ziel der Arbeit wird es dementsprechend sein, an einigen zentralen theologischen Teildiskursen durchzubuchstabieren, was durch die Verwendung der Metapher der Gabe – genauer: einer bestimmten Gabekonzeption, die sich u.a. an Marcel Hénaff orientiert – als Leitmetapher für die Theologie gewonnen werden könnte. Die Arbeitshypothese lautet hierbei, dass mit Hilfe der Gabe als Leitmetapher insbesondere Probleme der Gnaden- und Rechtfertigungstheologie und deren Verhältnis zu Schöpfungstheologie und Ethik, aber auch Fragen der Pneumatologie und von Eucharistie und Opfer neu beleuchtet und falsche Alternativstellungen aufgelöst werden können.

Typ der Arbeit:
Habilitation

Institution:
Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt


Arbeit an den Bedeutungen. Studien zu Semantikformen des christlichen Glaubens
Fach:
Fundamentaltheologie

Autor:
PD Dr. Bernhard Fresacher

Anschrift:
Gibraltarstrasse 3
CH-6003 Luzern
Kurzdarstellung:


Anhand theologiehistorischer Beispiele (wie z.B. der Zweinaturenlehre oder der Trinitätsvorstellung) sollen Bausteine einer Semantiktheorie des christlichen Glaubens entstehen. Dazu wird der linguistische, soziologische, kulturwissenschaftliche und neurowissenschaftliche Stand der Forschung auf dem Gebiet der Semantik verarbeitet. Ziel ist es, den Einfluss semantischer Formen (und zwar nicht nur auf Lehre und Schrift beschränkt) auf den christlichen Glauben sowie den Einfluss des christlichen Glaubens über semantische Formen auf die Gesellschaft zu untersuchen. Vgl. Bernhard Fresacher, Dogmatik als eine Theorie der Semantik innerhalb der Theologie, in: Soziale Systeme 13 (2007) sowie ders., Die zwei Naturen Christi. Der Gottmensch als Paradigma der Unterscheidung, in: Johann Ev. Hafner (Hg.), Parallelwelten. Christliche Religion und die Vervielfachung von Wirklichkeit (ReligionsKulturen 6), Stuttgart/Berlin/Köln 2008.

Typ der Arbeit:
Projekt

Institution:
Theologische Fakultät der Universität Luzern
Angestrebter Abschlusstermin:
31.12.2010