Forschungsvorhaben

Hier finden Sie eine Datenbank aktueller Forschungsvorhaben (Dissertationen, Habilitationen und Projekte) im Bereich der Katholischen Theologie. Sie wird auf direktem Weg durch die am Portal beteiligten Institutionen ständig erweitert und ergänzt. 

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Zur Differenz von Grund und Gestalt der Kirche. Ein möglicher Beitrag aus der Theodramatik von Hans Urs von Balthasar.
Fach:
Dogmatik

Autor:
Dietrich Oettler

Anschrift:
Nordhäuser Str. 63
99089 Erfurt
Kurzdarstellung:

Das Kirchenverständnis ist nach der „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigung“ (1999) und dem Schreiben der Glaubenskongregation „Dominus Jesus“ (2000) neu zum Stein des Anstoßes und damit zum vorrangigen Aufgabengebiet in der evangelisch-katholischen Ökumene geworden. Die EKD betont in ihrem Dokument „Kirchengemeinschaft nach evangelischen Verständnis“ (2001) die Unterscheidung von Grund (Christus) und Gestalt (Verfassung) der Kirche bis hin zu einer Trennung beider, während katholischerseits die Bestimmung der Gestalt der Kirche durch ihren Grund wesentlich ist. Daher ist das Verhältnis zwischen Christus und der Kirche bzw. den Christen neu in den Blick zu nehmen.
In Hans Urs von Balthasars Theodramatik erscheint Christus nicht nur als Grund und Regisseur, sondern auch erster Schauspieler im Heilsdrama, der allen anderen Personen ihre Rolle als Mitspieler „zuspielt“, also Gestalt und Gestaltung der Kirche mitbestimmt.
Das Projekt will untersuchen, ob und inwiefern Balthasar die Anliegen evangelischer Ekklesiologie sachgemäßer als andere katholische Ekklesiologien aufnehmen kann, welche Annäherungen seine Sicht ermöglicht und ob sein Entwurf vielleicht als ökumenische Brücke im Kirchenverständnis dienen kann.

Typ der Arbeit:
Dissertation

Institution:
Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt



Arbeit an den Bedeutungen. Studien zu Semantikformen des christlichen Glaubens
Fach:
Fundamentaltheologie

Autor:
PD Dr. Bernhard Fresacher

Anschrift:
Gibraltarstrasse 3
CH-6003 Luzern
Kurzdarstellung:


Anhand theologiehistorischer Beispiele (wie z.B. der Zweinaturenlehre oder der Trinitätsvorstellung) sollen Bausteine einer Semantiktheorie des christlichen Glaubens entstehen. Dazu wird der linguistische, soziologische, kulturwissenschaftliche und neurowissenschaftliche Stand der Forschung auf dem Gebiet der Semantik verarbeitet. Ziel ist es, den Einfluss semantischer Formen (und zwar nicht nur auf Lehre und Schrift beschränkt) auf den christlichen Glauben sowie den Einfluss des christlichen Glaubens über semantische Formen auf die Gesellschaft zu untersuchen. Vgl. Bernhard Fresacher, Dogmatik als eine Theorie der Semantik innerhalb der Theologie, in: Soziale Systeme 13 (2007) sowie ders., Die zwei Naturen Christi. Der Gottmensch als Paradigma der Unterscheidung, in: Johann Ev. Hafner (Hg.), Parallelwelten. Christliche Religion und die Vervielfachung von Wirklichkeit (ReligionsKulturen 6), Stuttgart/Berlin/Köln 2008.

Typ der Arbeit:
Projekt

Institution:
Theologische Fakultät der Universität Luzern
Angestrebter Abschlusstermin:
31.12.2010
Aus der Tiefe des Seins: Logos und Pneuma als Grundoffenbarungen des göttlichen Seins – auf den Spuren Ferdinand Ebners und darüber hinaus
Fach:
Fundamentaltheologie

Autor:
Michael Daishiro Nakajima

Anschrift:
Pallottistr. 3
56179 Vallendar
Kurzdarstellung:

Ausgehend vom Dialog-Personalismus Ferdinand Ebners, in dem Wort und Liebe als die Hauptvehikel zwischen Ich und Du gesehen werden, sollten diese als Grundstrukturen nicht nur der menschlichen Beziehung sondern auch des Seins überhaupt dargestellt werden - sowohl in Ebners Gedanken selbst, in denen latent diese Interpretationsmöglichkeit vorhanden ist, als auch darüber hinaus in der Auseinandersetzung mit den Naturwissenschaften sowie mit fernöstlichen Philosophie und dem japanischen Shintoismus. Auf dieser Basis soll der Sinn der „Fleischwerdung des Wortes“ im Johannesevangelium philosophisch erläutert und der trinitarische Charakter des geschöpflichen Seins als Grundoffenbarung des dreieinigen Gottes dargestellt werden.

Typ der Arbeit:
Dissertation

Institution:
Philosophisch-Theologische Hochschule
Theologische Fakultät


Dimensionen von Erfahrung in der Theologie von Edward Schillebeeckx
Fach:
Fundamentaltheologie

Autor:
Jean-Marc Chanton

Anschrift:
Gibraltarstrasse 3
CH-6003 Luzern
Kurzdarstellung:

Das Miteinander von neuen Erfahrungen und früheren Erfahrungen (Tradition) ist nur eine Konstellation unter vielen. Dem Heute der einen steht auch das Heute der anderen gegenüber. Wie verhalten sie sich zueinander? Die Richtigkeit von Verkündigung und die Wirklichkeit menschlichen Alltags beispielsweise scheinen gelegentlich ausschliesslich in Konkurrenz zueinander zu stehen. Der Theologe Edward Schillebeeckx (geb. 1914) thematisiert die Bedeutung heutiger Erfahrung als ein Thema des Glaubens eingehend. Sein Werk zeichnet sich durch Sensibilität für die Zeichen der Zeit aus und qualifiziert ihn als zuverlässigen theologischen Weggefährten. Wo und wie kann in der Kirche  sein Anliegen einer wesentlich auch an neuer Erfahrung ausgerichteten Rede von Gott aufgenommen, weiterentwickelt  und dahingehend konkretisiert werden, dass es sich am Ende nicht in erbauender Poesie oder einer wirklichkeitsfremden Vorstellung von Aufmerksamkeit erschöpft, sondern in der Lebenswelt geerdet ist und auf die Lebenswelt hin greift?

Typ der Arbeit:
Dissertation

Institution:
Theologische Fakultät der Universität Luzern

Gott ist zu tun - Die poetische Fundamentaltheologie von Huub Oosterhuis
Fach:
Fundamentaltheologie

Autor:
Albrecht Puhl-Thone

Anschrift:
Pallottistr. 3
56179 Vallendar
Kurzdarstellung:

Huub Oosterhuis hat wesentlichen Einfluss auf die Liturgie und Glaubenssprache in den Niederlanden - mit Auswirkungen auch auf Personalgemeinden in Deutschland. Weit davon entfernt, eine systematische Theologie betreiben zu wollen, rührt Oosterhuis dennoch permanent in existentiellen Sprachspielen an fundamentaltheologische Grundthemen.

Die Arbeit untersucht, ob auf poetischem Wege die Forderung der kontextuellen Theologie nach der Kommunikationsfähigkeit des Christentums erfüllt werden kann. Die Arbeitshypothese geht davon aus, dass Oosterhuis genau dies gelingt, indem er dem Duktus der Psalmbeter folgt: dem radikalen Ringen um den trotz aller Offenbarung abwesend erscheinenden Gott.

Typ der Arbeit:
Dissertation

Institution:
Katholisch-Theologische Fakultät
Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar


 
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