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Flüchtlinge und Vertriebene zwischen Ankunft und Integration. Territoriale, theologische und soziale Beheimatungskonzepte im östlichen Teil des Bistums Fulda 1945-1955.
Fach:
Kirchengeschichte

Autor:
Dr. Torsten W. Müller

Anschrift:
Nordhäuser Str. 63
99089 Erfurt
Kurzdarstellung:


Das Dissertationsprojekt geht der Frage nach, wie die katholische Kirche auf den sich aus den Migrationsbewegungen in Folge des Zweiten Weltkrieges ergebenden Anstieg der Katholikenzahl im östlichen Teil der Diözese Fulda reagierte.
Tausende katholische Flüchtlinge gelangten in den seit Juli 1945 von der Sowjetarmee besetzten Teil des Bistums Fulda, der seit der Reformation protestantisch geprägt war. Durch diesen Zuzug von Katholiken in die einstigen Diasporaregionen Mitteldeutschlands änderte sich das Profil der katholischen Kirche in Thüringen grundlegend und wurde in besonderem Maße von den Flüchtlingen geprägt. Territoriale, theologische und soziale Beheimatungskonzepte und deren Umsetzungen werden in dieser Studie im Mittelpunkt stehen.

Typ der Arbeit:
Dissertation

Institution:
Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt

Katholische Krankenhäuser im Ruhrgebiet im langen 19. Jahrhundert – Entstehung und Aufbau eines Sozialnetzwerkes
Fach:
Kirchengeschichte

Autor:
Prof. Dr. Wilhelm Damberg

Anschrift:
Ruhr-Universität Bochum
Katholisch-Theologische Fakultät
Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit
Universitätsstr. 150, GA 6/142
D-44780 Bochum
Kurzdarstellung:


Mit der Entstehung des Ruhrgebiets als urbaner und schwerindustrieller Region entstand ein katholisches caritatives Selbsthilfe-Netzwerk, dessen tragende Säulen die oft aus kleinsten Anfängen entstehenden Krankenhäuser waren. Zu fragen ist, wie die Krankenhäuser in die örtlichen sozial- und konfessionsstrukturellen Besonderheiten verflochten waren. Dabei ist gerade auch mit Blick auf das Thema „Essen – Kulturhauptstadt Europa 2010“ zu berücksichtigen, dass das Ruhrgebiet anders als im übrigen Deutschland an vielen Orten durch eine Bevölkerung gemischtkonfessioneller und multinationaler Herkunft geprägt war und die katholischen Krankenhäuser deshalb oft zugleich auf ein konfessionelles Miteinander oder aber auch Gegeneinander ausgerichtet waren.

Typ der Arbeit:
Projekt

Institution:
Ruhr-Universität Bochum
Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit


Minderheit-Migration-Mission. Katholizismus in den thüringischen Kleinstaaten im 19. Jahrhundert.
Fach:
Kirchengeschichte

Autor:
Martin Gebhardt

Anschrift:
Nordhäuser Str. 63
99089 Erfurt
Kurzdarstellung: Typ der Arbeit:
Dissertation

Institution:
Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt

Origenes und der Ursprung der Freiheitsmetaphysik. Platonische Ethik und Theologie in der Kaiserzeit
Fach:
Kirchengeschichte

Autor:
Christian Hengstermann

Anschrift:
Johannisstraße 8-10
48143 Münster
Kurzdarstellung:


Origenes steht am Anfang einer christlichen Philosophie, die Glaubensüberzeugung und kirchliche Lehre auf dem Niveau der philosophischen Debatten ihrer Zeit argumentativ entfaltet. Zentraler Begriff der origeneischen Synthese von Vernunft und Glauben ist die Freiheit. Als bestimmendes Moment im kosmischen Drama von gefallenem Menschen, beseelter Welt und providentiell lenkendem Gott ist sie der Mittelpunkt der Kosmologie und Geschichtsphilosophie des Alexandriners. Dabei ist der von Origenes geradezu zur Quintessenz der biblischen Botschaft und Mitte christlicher Existenz erklärte Freiheitsbegriff nicht zuletzt Ergebnis einer produktiven Aneignung der um die Zeitenwende wieder entdeckten platonischen Philosophie, die der Christ Origenes in etwa zeitgleich zu Plotin auf paganer Seite im Sinne einer umfassenden Metaphysik der Freiheit rezipiert und vollendet. In der vorliegenden Arbeit werden die Ursprünge der Freiheitsmetaphysik im Mittel- und Neuplatonismus der römischen Kaiserzeit nachgezeichnet, der angesichts der Bedeutung, wie sie dem Freiheitsgedanken gerade in der Neuzeit zukommt, noch immer einige systematische Relevanz für eine christliche Philosophie des bewussten Lebens zukommt.

 

Typ der Arbeit:
Dissertation

Institution:
Seminar für Alte Kirchengeschichte
Kath.-Theol. FAkultät der WWU Münster


Pastorale Strategien zwischen Konfessionalisierung und Aufklärung (1650–1730). Katholische Predigten und ihre impliziten Hörer
Fach:
Kirchengeschichte

Autor:
Dr. Florian Bock

Anschrift:
Eberhard Karls Universität Tübingen
DFG-Projekt „Pastorale Strategien zwischen Konfessionalisierung und Aufklärung“
Theologicum/Zimmer 45
Liebermeisterstr. 12
D-72076 Tübingen
florian.bock@uni-tuebingen.de
Kurzdarstellung:

Mit Blick auf die Zeit zwischen Konfessionalisierung und Aufklärung existiert in der Katholizismusforschung – im Gegensatz zum Protestantismus – nach wie vor eine große Leerstelle. Die Religiosität zwischen Westfälischem Frieden und Aufklärungsepoche ist in ihren Imaginationsräumen und ihrem intellektuellen Profil noch größtenteils unerforscht. Um diese Zeitspanne besser fassen zu können, untersucht das Projekt gedruckte katholische Predigten zwischen 1650 und 1730. Es verfolgt dabei drei Ziele: (a) Große Unsicherheit kennzeichnet nach wie vor die Debatte um eine katholische Aufklärung in Deutschland und ihre Wurzeln. Was kann eine Geschichte der Predigtkultur vor der Aufklärung dazu beitragen? (b) Predigten bewegen sich medientheoretisch konstant zwischen Mündlichkeit, Schriftlichkeit und einer erneuten Mündlichkeit. Aus diesem Spannungsfeld heraus müssen sie als Praxeologie religiösen Wissens gelesen werden, denen pastorale Strategien inhärent sind. Rezeptionsästhetisch gefragt: Welchen impliziten Leser bzw. Hörer sprechen sie wie und woraufhin an? (c) Mit dem Predigtbestand der Bayerischen Kapuzinerprovinz stützt sich das Projekt auf ein noch unbekanntes, aber aufgrund seiner Zusammenführung aus unterschiedlichen Bibliotheken einzigartiges Quellenkorpus, das erstmals systematisch erfasst werden soll.

Typ der Arbeit:
Projekt

Institution:
Eberhard Karls Universität Tübingen
DFG-Projekt „Pastorale Strategien zwischen Konfessionalisierung und Aufklärung"